Alt-Bechburg


Alt-Bechburg gilt als der Stammsitz der Grafen und Freiherren von Bechburg und Falkenstein. Der älteste Eigenbesitz des Geschlechtes findet sich jedoch in der Gegend von Wolfwil-Wynau-Roggwil, so dass dieses eventuell aus jener Gegend an den Obern Hauenstein verpflanzt wurde und von der Burg erst den Namen erhielt. Die Eigentumsverhältnisse an der Doppelveste waren etwas verwickelt. Die östliche, sogenannte vordere Burg war Lehen der Bischöfe von Basel und wurde wie die meisten Burgen der Umgebung durch deren Lehensträger, die Grafen von Froburg, weiter verliehen, und zwar an die Grafen von Falkenstein. Die westliche hintere Burg dagegen war Eigengut der Freiherren von Bechburg. Anfangs des 14.Jahrhunderts brachte Ritter Heinrich von Ifenlhal nacheinander die vordere (1325) und die hintere Burg (1336) durch Kauf an sich. 1416 wurden beide von seiner Enkelin Margretli von Jfenthal der Stadt Solothurn verkauft. Die Stadt verlieh das Schloss samt dem zugehörigen Sennhof an Privatleute, 1572-1668 als Erblehen an die Familie Bloch aus der Klus. Die Lehensleute interessierten sich vor allem für den Sennhof; zum Unterhak der Burg fehlten ihnen die Mittel, so dass diese schon im 17. Jahrhundert als „ein zergehend Schloss“ bezeichnet wird. 1713 ging sie aus unbekannten Gründen in Flammen auf und versank von da an endgültig in Ruinen. 1936-1937 wurden die Reste auf Initiative des Historischen Vereins wieder ausgegraben und konserviert.


 

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Letzte Änderung auf dieser Seite: Donnerstag, 3. April 2008 um 17:31 Uhr