Bleumatthölzlichrüz
In eren alte Chronik stoht, im Johr 1545 syg z Holderbank d Mühli samt der Bleuj verbrannt. Dodrufhet me d Mühli, wo vorhär öschtlig vom Dorf am Augschtbach gstanden isch, is Dorf yne verleit. D Name Bleumatt und Bleumatthölzli siaber blibe.
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Das im Jahre 1800 erstellte Steinkreuz am Hinterdorfweg Es ersetzte das frühere Bleumatt-Holzkreuz |
Doch gly drufabe, het si i der Bleumatt es grässligs Unghüür ygnischtet, e Drach. Am Tag het si das Vych verschloffen und het gschlofe. Aber znacht isch de der Tüfel losgange. Da Drach het zerscht pfupft, gschnützt und gruret, de het er afo mööggen und göjsse, so lut, ass s eim fascht d Wand ufgjagt het. Derzwüsche het er gwejsset, pfiffen und ghornet, ass s de Lüt dur March und Bei gangen isch. D China hei vor Angscht nümme chönne schlofe, und d Geissen und d Chüe im Staal hei mängisch verwehrt. So hets nümme chönne wytergoh.
Do si die junge Burschte vom Dorf zämegstande, für das Unghüür goh zbodige. Mit Heugable, Dröschpflegle, gradgstellte Sägetzen und buechige Chnüttlen uusgrüsch-tet, si si am enen Obe bym ynachten em Blaumatthölzli zue; wo me scho s erschte Pfupfeghört het. Wo siaber süüferli nöcher chöme, schnellt da Drach, wo men i der Feischteri nummen äs Schatte het chönne gwahre, vom Boden uf. Baumhoch stoht er vor dene verchlüpfte Burschtenuf de Hinderbeine, streckt diegrässligeChlauen uns, und wott die vorderschte zwee vermählen oder ver-rysse. Die chönne grad no, eine rächts, der ander links sytligen uuswyche, wo das Unghüür wider z Bode pletscht. Wowoll, do ischs mit ihrem Muet und ihrer Begeischterig nümme wyt hör gsi. Si hei d Finke gchlopfet, und si was gisch, was hesch dervo gsprunge ; si hei si nit emol meh getraut zrugg z luege.
Do het d Gmein bschlosse, me well änen am Bach, uf der andere Syte vom Bleumatthölzli, es Chrüz ufstelle. Wenn doch euserein nüt uusrichti gege das böse Tier, so well mes em Herrgott überlo, für em derMeischter z zeige; es chönn ebe sy, ass e böse Geischt i der Gstalt vo dam Drach d Lüt well cho verschrecke.
Vom Tag ewägg, wo me das Chrüz ufgrichtet und y-gsägnet het, hei d Holderbanker wider ruehig chönne schlofe. Me het vo dam wüeschte Drach e keis Dingeli meh gseh oder ghört. DasHolzchrüz bym Bleumatthölzli isch de später dur nes steinigs ersetzt worde, mit der Johrzahl 1800.

