Mys Holderbank
Aus "Zwüsche Tag und Nacht" von Ueli Hafner
Am Aend vom Thal, ob Balschtel zue,
lyt zwüsch em Roggen und Wandflueh
zmitz i de Bäum, vom Wald umrankt,
mys liebe chlyne Holderbank.
Dört läbt es munters Völkli drin,
het frohe Muet und heitre Sinn,
isch flyssig, wenns im Alltag stoht,
und luschtig, wenns um s Fyre goht.
Gohsch einisch chly dur s Dörfly uus,
begägnisch mängem schöne Huus,
umsorgt vo Liebi, Freud und Sinn,
drum wohnt en eigne Fride drin.
Dört stoht au d Chilchen und het Wach
mit ihrem rote Ziegeldach.
Der gfellig Turm grüesst wyt is Land;
und s Glüt rüeft alli zuenenand.
Und gohsch id Frömdi, ganz wyt furt,
so sehnsch di gly scho wider zrugg.
De dänksch a hei und wirdsch fasch chrank,
hesch Längizyt nach Holderbank.
De gohsch im Geischt dur s Chilefäld,
i Schattebärg, dur s Mühlifäld,
dur s Sebleströssli gohsch duruus,
dur s Hinderdorf, bis is Lochhuus.
De gsehschs Thalflüehli obe zue,
und änedra stoht d'Roggeflueh.
D'Ruine luegt is Land und git
e Blick i lengscht vergangni Zyt.
Und chunnt emol die letschti Reis,
wo jede macht und keine weiss,
so legget mi, i säg euch Dank,
id Heimatärde z'Holderbank.
