Mys Holderbank

Aus "Zwüsche Tag und Nacht" von Ueli Hafner

 

Am Aend vom Thal, ob Balschtel zue,

lyt zwüsch em Roggen und Wandflueh

zmitz i de Bäum, vom Wald umrankt,

mys liebe chlyne Holderbank.

 

Dört läbt es munters Völkli drin,

het frohe Muet und heitre Sinn,

isch flyssig, wenns im Alltag stoht,

und luschtig, wenns um s Fyre goht.

 

Gohsch einisch chly dur s Dörfly uus,

begägnisch mängem schöne Huus,

umsorgt vo Liebi, Freud und Sinn,

drum wohnt en eigne Fride drin.

 

Dört stoht au d Chilchen und het Wach

mit ihrem rote Ziegeldach.

Der gfellig Turm grüesst wyt is Land;

und s Glüt rüeft alli zuenenand.

 

Und gohsch id Frömdi, ganz wyt furt,

so sehnsch di gly scho wider zrugg.

De dänksch a hei und wirdsch fasch chrank,

hesch Längizyt nach Holderbank.

 

De gohsch im Geischt dur s Chilefäld,

i Schattebärg, dur s Mühlifäld,

dur s Sebleströssli gohsch duruus,

dur s Hinderdorf, bis is Lochhuus.

 

De gsehschs Thalflüehli obe zue,

und änedra stoht d'Roggeflueh.

D'Ruine luegt is Land und git

e Blick i lengscht vergangni Zyt.

 

Und chunnt emol die letschti Reis,

wo jede macht und keine weiss,

so legget mi, i säg euch Dank,

id Heimatärde z'Holderbank.


Letzte Änderung auf dieser Seite: Donnerstag, 3. April 2008 um 17:31 Uhr